Aktuell

Prüfen – prüfen? – prüfen!

Prüfen – prüfen? – prüfen!Prüfen – prüfen? – prüfen!
Prüfen gilt auch für mobile Gasanlagen

Seit einiger Zeit herrscht bei Betreibern von mobilen Gasanlagen (dazu gehört auch ein Heizstrahler, auch wenn er bloss zwei Tage im Winter gebraucht wird) ziemliche Konfusion. Die Anlagen müssen nämlich von einem Fachmann geprüft sein, wenn sie in Betrieb genommen werden. Wer schon mal eine brennende Gasflasche gesehen hat, oder eine lichterloh qualmende Fritteuse, oder auch nur schon eine brennende Regenjacke am Marktstand, der weiss, dass mit Gas nicht zu spassen ist. Deshalb macht eine periodische Prüfung grundsätzlich Sinn. Nur, wer prüft und wie oft war bisher in der Schweiz Kantonsangelegenheit. Und wie so oft, waren sich diese untereinander nicht einig. Ob jährlich oder alle zwei Jahre, ob mit Bride oder verschraubt, ob eine Gasflasche im Fahrzeug oder zwei, oder gar ein obligatorischer Gaskurs für alle, welche mit Gas hantieren - das alles führte und führt noch immer zu ärgerlichen Reibereien an Anlässen. Das soll und muss sich jetzt ändern.

Am 22. Februar 2017 hat der Bundesrat den neuen Flüssiggas-Artikel 32c der Verordnung über die Unfallverhütung (VUV) genehmigt und am 1. April 2017 in Kraft gesetzt.

In der Verordnung wird die Arbeitsgruppe LPG explizit als beratendes Gremium erwähnt. Auch der SMV hat mit Peter Hutter einen Vertreter in dieser Fachgruppe, die ansonsten vorwiegend aus Fachpersonen aus der Gas- und Sicherheitstechnik stammen. Der Präsident Silvan Aschwanden ist zudem Suva-Inspektor. Oberstes Ziel des Vereins ist es, sich dafür einzusetzen, dass Anlagen und Einrichtungen zur Lagerung und Nutzung von Flüssiggasanlagen sicher betrieben werden können. Die Fragestellungen umfassen die Ausbildung, das Planen, das Installieren, das Kontrollieren, das Lagern, den Umgang und die Verwendung von Flüssiggas für den beruflichen, betrieblichen und privaten Bereich. Die Arbeitsgruppe entwickelt auch einheitliche Prüfbescheinigungen und Vignetten in allen drei Landessprachen. Eine der Hauptaufgaben wird es jetzt sein, das verbindliche Wirken dieser Arbeitsgruppe in die grosse weite Schweiz hinauszutragen, damit sich die kantonalen Fachstellen einigen und auch die Veranstalter von Grossanlässen wissen, auf welche Dokumente sie sich verlassen können. Weitergehende Schikanen und Alleingänge sollten dann solange vermieden werden können, bis sich die Haftpflichtversicherer wieder neue Wege ausdenken, um sich für teures Geld aus der Verantwortung stehlen zu können.

info@arbeitskreis-lpg.ch
www.arbeitskreis-lpg.ch