Jahresbericht der Präsidentin 2019

an der 105. HV der Sektion Ostschweiz

Was war das für ein Jahr! 2018 war das Jahr von unglaublichen Eindrücken und Veränderungen.
Die Klimaerwärmung steht bei der Berichterstattung an oberster Stelle. Jeder einzelne ist gefordert, mit den Ressourcen der Welt sorgsam umzugehen. Wenn wir vom Microplastik hören, dann ist es erschreckend, dass sogar weitab vom sichtbaren Plastik, in unseren Bergseen und Bergwiesen Plastik nachgewiesen wird. Ein weiteres beherrschendes Thema in den Medien ist der amerikanische Präsident Trump. Ob eine Mauer zu Mexico die Armut und den Krieg auf der Welt verhindern kann, ist fraglich. Auch bei uns in Europa ist die Asylpolitik gefordert. Die Menschlichkeit darf nicht auf der Strecke bleiben.
Die Arbeit im Vorstand wurde in den letzten Jahren anspruchsvoller und verlangt von den Vorstandsmitgliedern ein hohes Mass an Professionalität. Das Amt von PR wurde enorm ausgebaut und beinhaltet Werbung in jeglicher Form. Die Rechnungslegung ist keine Milchbüchlein Rechnung mehr, die Protokolle werden mit einem Protokoll Manager geschrieben und die Abwicklung vom mobilen Stromverteiler ist ebenfalls auf einem professionellen Stand. Das Sekretariat arbeitet schon lange mit den neuesten Computerprogrammen. Unsere Homepage wird von einem Vorstandsmitglied betreut. Meine Arbeit als Präsidentin ist so vielfältig wie die Arbeit im Vorstand. Dass die Sektion funktioniert benötigt es viele Arbeiten, die ineinander greifen, und für diese Arbeiten braucht es Menschen die bereit sind, mit zu arbeiten.
In unserer Sektion ist ein zentraler Punkt die Arbeit unserer Sektions-Marktchefs. Es werden über 100 Markttage für unsere Mitglieder und auch Nichtmitglieder organisiert. Das ist eine grosse Verantwortung, gegenüber Behörden und Markthändlern. Die Marktchefs sind gefordert, allen Anforderungen gerecht zu werden. Persönliche Befindlichkeiten haben in diesem Amt nichts verloren.
Mit viel Aufwand von unserer Finanzchefin, konnten nun endlich alle Abrechnungen unserer Sektionsmärkte vereinheitlicht werden. Wir sind noch nicht ganz am Ziel. Wir sind weiter gefordert.
Der Sektionsausflug wurde von Armando hervorragend organisiert. Der Caumasee ist ja in der Zwischenzeit zu einem Hotspot im Bündnerland geworden. Wir hatten das Glück, dass das Wetter regnerisch war, so wir hatten den See und auch den Rundgang für uns allein und hatten richtig Spass! Bei Hitsch konnten wir noch einen hervorragenden Apero geniessen. Besten Dank an Hitsch!
Der mobile Stromverteiler ist nun soweit organisiert, dass er kostenneutral im Einsatz ist. Die Gemeinden, die den Strom verlegt haben wollen, mussten ab 2018 höhere Gebühren bezahlen. Das Angebot für die Gemeinden mit dem mobilen Stromverteiler, ist nach wie vor sehr wichtig. Zumal in allen Gemeinden das Verlegen des Stroms einen grossen Kostenpunkt ausmacht. Hier können wir unsere Infrastruktur immer noch günstiger als die EW’s in den Gemeinden anbieten.
Wir hatten mit vielen Marktgemeinden intensive Gespräche und konnten viele Dinge bilateral regeln. Es gibt immer noch Mitglieder, die sich über alles Mögliche auf den Märkten beschweren. Wenn es dann aber konkret um eine Lösung der Probleme geht, dann will sich niemand daran erinnern. So ist es vielfach schwierig für den Vorstand, bei den Behörden die Probleme anzusprechen.
Erfreulich ist die Zusammenarbeit mit Glarus Nord. Mit Erika Wissmann konnten wir eine kompetente Marktchefin vorschlagen. Ab 2019 wird die Gebührenordnung auf Antrag der Sektion Ostschweiz angepasst, sodass die Preise wieder moderater sind.
Am meisten läuft im Moment in St. Gallen. Mit der Überbauung Spelteriniplatz die schon in diesem Jahr beginnen könnte, und der Planung des neuen Marktplatzes ist der Vorstand gefordert, die Bedürfnisse der Märkte einzubringen.
2018 hat sich das erste Mal die Marketing Kommission der St. Galler Jahrmärkte mit verschiedenen Aktionen bei den Standbetreibern und Schaustellern bemerkbar gemacht. Der Tag mit den Menschen mit Handicap hatte eine grosse mediale Wirkung. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die diese Aktion unterstützt haben. Hier haben die Schausteller mit den Bahnen und die Markthändler mit der Verpflegung grosse Freude bereitet.  Nochmals herzlichen Dank.
Die MK St. Galler Jahrmärkte hatte auch einen Presserundgang geplant. Das war leider ein Flop und wird nicht mehr veranstaltet.
Das erste Mal wurden die 5.- Fr. Wertchips am Tombolastand an die Bevölkerung beim Kauf von 20 Losen abgegeben. Zudem wurden die eingetauschten Chips den Schaustellern und Markthändlern mit Fr. 2.- vergütet. Diese Aktion brachte viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Sie ist auch 2019 mit verschiedenen Verbesserungen wieder geplant. Die Märkte müssen attraktiv sein, sonst verlieren wir alle Kunden ans Internet. Jammern bringt gar nichts, und wer nichts macht, hat sowieso schon verloren. Sogar Coca-Cola muss noch Werbung machen. Wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, indem die Chips eingelöst werden, wird die Solidarität gelebt und wir versuchen gemeinsam, die Abwärtsspirale auf den Märkten zu stoppen.
Frauen sind auch ein wichtiges mediales Thema, besonders nach den Bundesratswahlen. Für mich persönlich wäre es falsch, wenn Frauen per Quoten gewählt werden müssen. So werden nicht mehr die fähigsten Menschen gewählt.
Die Stärke der Frauen liegt nicht in der in der Lautstärke der Stimme oder im Geschlecht. Frauen führen anders als Männer. Sie führen mit Ausdauer und der Bereitschaft den Konsens zu suchen. Genau das braucht es auch unserem Verband. Es braucht Kompromisse und den Einbezug vieler, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die Umfrage die 2018 gemacht wurde, weist den gewünschten Weg der Mitglieder für die Zukunft. In der Verbandsleitung werden bereits Vorschläge ausgearbeitet, wie die Organisation vereinfacht werden kann. Es wird auch notwendig sein, die Marktorganisation als wichtige Kompetenz unseres Verbandes in den Mittelpunkt bei den Mitgliedern und Behörden zu stellen.
Dass es personelle Veränderungen im Vorstand geben wird, haben wir schon lange kommuniziert. Ralph Schmid, der seit 2014 bei uns im Vorstand mitgewirkt hat, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Besten Dank Ralph für deinen Einsatz zugunsten des Marktverbandes. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute. Erfreulicherweise haben wir ein Mitglied, das sich zur Verfügung stellen möchte. Vielleicht hat es auch noch den einen oder anderen im Saal, der sich eine Mitarbeit überlegt.
Für das grosse Vertrauen das ich von euch geschenkt bekomme, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Verschiedene Geschäfte, die anfallen, sind wahrlich nicht einfach. Am meisten Arbeit und Fingerspitzengefühl braucht die Arbeit mit den Menschen. Manchmal sind meine Erwartungen zu hoch, und manchmal kann ich die Erwartungen der Mitglieder nicht erfüllen. Deshalb sind Respekt und gegenseitiges Verständnis für das Verbandsleben von grosser Bedeutung.
Für die Zukunft der Märkte haben wir einen Rucksack voller Ideen und Enthusiasmus bereit. Wenn wir bedenken, dass unsere Geschäftsform die Älteste ist, die es gibt, dann dürfen wir stolz sein, dabei zu sein. Wir müssen etwas bewegen und gestalten. Wir haben die Kraft dazu. Meine Vorstandskollegen sind motiviert etwas zu unternehmen und zählt dabei auf eure Mithilfe.
Für die Unterstützung in meinem Amt möchte ich mich bei allen Gewählten bedanken: Krankenbesucher, Fahnenträger, Revisoren, Marktchefs und Strombetreiber und ganz besonders beim Vorstand. Ich möchte mich auch bei Beni und meinen Kindern für ihr Verständnis und die Rücksichtnahme bedanken.

Ich wünsche allen ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 und viel Mut und Kraft die notwendigen Veränderungen zuzulassen.

Eure Präsidentin
Hiltrud Frei

05. Januar 2019
Sektion Ostschweiz



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